"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."

Seneca

 



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MENDOZA (29.10. bis 02.11. 2006)

Auszug aus meinem Tagebuch:
Sitze grad mit mit meinen Leuten im Bus und warte darauf, dass der Mate an mich weitergericheit wird. Hinter uns liegt eine wunderschoene Zeit in einer weiten Berglandschaft, der "Zona de Cuyo", San Rafael in der Provinz von Mendoza.
Nach einer schlaflosen Nacht im Bus kamen wir am Montag todmuede im Camp an und mussten erstmal die Sachen auspacken und Zelte aufbauen. Dies stellte sich als relativ problematisch heraus, wegen dem harten Boden und der nicht vorhandenen "Zeltaufbauenkenntnis". Unsere Zelte standen direkt am Rio Atuel, einem Fluss aus Gletscherwasser, zwischen gigantischen, beige-orangenen Steinmengen und grasgruener Vegetation um den Fluss.
Zusammen mit dem Campingparadies in Form von sauberen (!) Toiletten und Duschen, einem Volleyballplatz, einem Schwimmbecken (leider noch nicht hergerichtet), Grillplaetzen und einem Kiosk. Am schoensten war aber immer noch der Platz am Flussbecken, an dem die Stroemung nicht ganz zo stark und das Wasser relativ flach war, sodass man mit hochgekrempelten Hosen und nicht allzu kaelteempfindlichen Fuessen durchs Wasser auf ein kleines Inselchen oder die aus dem Wasser herausragenden Steine waten konnte.
Das haben wir dann auch (wir, das sind Anabella, Daiana, Marienna und ich) nach einem kleinen Mittagessen gemacht und dabei auch ganz schoene Fotos geschossen. Pedro und Rafael (zwei Jungs aus einem Jahrgang tiefer an unserer Schule) haben sich dann auch ganz und nur mit Schwimmsachen ins 10·C Wasser getraut. Wir haben uns noch ein bisschen so die Zeit vertrieben, bis wir am Nachmittag vom Bus abgeholt wurden.
Vorbei an den nicht endenden Steinbergen fuehrte unser Weg bergauf an eine hoeher gelegene Stelle am Ufer des Flusses, wo schon die Luftboote fuer unsere Rafting-Tour bereitstanden.
Nach einer kurzen muendlichen Einfuehrung gab es kein Erbarmen mehr; Schwimmweste ueber und mit Ruder ab ins Boot. Hatte leider das Pech, in der MItte zu sitzen, wo man nicht soviel von den Erschuetterungen mitkriegt und nicht ins Wasser fallen kann, dafuer aber auch permanent das ins Boot kommende Wasser mit einem Eimer schoepfen muss...
Wurden danach auch klatschnass direkt am Campingplatz abgeliefert, um uns auf unsere naechste Tour vorzubereiten: diesmal zu Fuss und bergauf!
Der Aufstieg hat auch ganze 20 Minuten gedauert; belohnt wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Berge in der untergehenden Sonne mit vereinzelten Kondoren am Himmel. Kann mich noch gut daran erinnern, dass ich waehrend des ganzen Auf- und Abstiegs von Pedro und Pancho ausgefragt wurde, u.a. zu der Bedeutung eines Wortes, "Erinerhistihawen" oder so, was sie im Fernsehen in einem Werbespot gesehen haben... angeblich eine Versicherung aus Deutschland, keine Ahnung :D
Das romantische und winidige Ambiente inspirierte sie Ausserdem zu einer Nachstellung des beruehmten Titanic- Bildes; wurde natuerlich gleich auf Kamera festgehalten *g*
Im Camp haben wir dann mit den Jungs unser Geld zusammengeschmissen, um ein kleines Asado zu schmeissen.
Fuer den folgenden Tag war ein striktes Programm vorgesehen, welches auch puenktlich um acht Uhr an einer kleinen Ranch anfing.
Jedem von uns wurde ein Pferdchen zugeordnet, meines hatte braune Flecken und trug den Namen "Josephina" (bitte mit dem spanischen "Jota"!). Mit ihr ritt ich dem vorderen Teil der TRuppe hinterher.
Es war richtig schoen, in der Sonne die teilweise steilen Haenge rauf und runter zu reiten, wenn auch ab und zu ein bisschen angsteinfloessend, ging ja schliesslich steil runter.
Wir kamen am Ende auch an eine ziemlich hohe Stelle, von dem aus man einen See und den Rio Atuel sehen konnte.
Von da an gings zu Fuss weiter. Das hat der Stimmung aber keinesfalls geschadet und wir haben alle so ziemlich ununterbrochen weitergetratscht, wenn nicht eine schwierige Stelle kam, an der man sich schon geschickt anstellen musste, um sich nicht auf die Nase zu legen. Haette bei einigen auch fast geklappt, haetten die Lehrer und der Bergfuehrer nicht geholfen. Dieser fuehrte uns durch eine riesige Bergspalte. Ich musste den Kopf beim Nach-oben-schauen schon in den Nacken legen, um das Ende zu sehen.
Aus der Bergspalte herauskletternd, sahen wir schon auf der anderen Seite einen See, an dessen Ufer schon ein paar Boote zum Rueberrudern bereitgestellt wurden. Also: paddeln zum gegenueberliegenden Sandstrand und dort erstmal Proviant auspacken.Obwohl die ersten zwei Dosen Leberpastete dank mangelnder Aufmerksamkeit in den Sand gefallen sind, hat das mit dem Essen am Ende doch geklappt, sodass wir uns ins glasklare Wasser werfen konnten. Habe mit Anabella und den Jungs eine kleine Wasserschlacht gemacht und haben uns hinterher in den Sand geworfen: waren dann alle paniert.
Beim Zurueckrudern haben die "Nichtruderer" Mate getrunken und die sandigen Kekse gegessen, von denen ,dank der "Lebersandpastete", die wir nicht essen konnten, nicht sehr viele uebrig waren :D
Durften dann erstmal durch die Nachmittagssonne zur Pferderanch latschen und dort dann an einem Wassereis leckend auf den Bus warten.
Haben, auf dem Camp angekommen, im Zelt erstmal fuer Ordnung gesorgt und dann zu viert gegen ein paar JUngs Volleyball gespielt. Danach gings erstmal unter die Dusche, bevor wir das Wasser fuer die Ravioli zum Abendessen aufsetzten. Hat auch ganz schoen lange gedauert, weil, wie Pedro meinte ,der Argentinier sich mit dem zu helfen weiss, was er hat - auf den uralten Campingkocher bezogen
Da dies unser letzter Abend war, gingen wir noch eine letzte Runde und setzten uns mit Gitarre auf einen Baumstamm. Haben bis Mitternacht zur Gitarre argentinische Lieder gesungen.
Der naechste und gleichzeitig letzte Tag sollte um acht Uhr mit einem kleinen Fruehstueck beginnen. Mit dem Bus fuhren wir dann zu einer Kletterwand weiter oben in den Bergen. Unser Programm: Abseilen. Jeder, der den Mut und die Lust hatte, durfte zweimal. Ich habe das auch voll ausgenutzt, waehrend andere lieber auf dem sicheren Boden blieben und, mal wieder, Mate tranken.
Danach wurden wir zu einem Souvenirshop gefahren und konnten unsere Kauflueste erst einmal richtig ausleben.
Die Zeitgrenze von einer Stunde wurde deshalb auch um 40 Minuten ueberschritten, sodass das Einpacken und Zusammenraeumen auf dem Campingplatz noch schneller als geplant verlaufen musste.
Mir wurden im Bus auf der Fahrt nach San Rafael erstmal ein paar Visitenkarten mit Gruessen und Uebersetzungen zu "Ich liebe dich", "Ich vermisse dich", "Ich brauche dich" und "Kuesschen" abgenommen und ich wurde noch ein bisschen ueber deutsche Jungs ausgefragt...
In San Rafael wurden wir in die Weinherstellung eingeweiht.
Alte Maschinen, die heute noch benutzt werden und viele Liter von unterschiedlichen Weiss- und Rotweinen mit allen moeglichen Aromaextrakten.
Der Bus brachte uns weiter ins Zentrum, wo wir ein Schokoladengeschaeft mit teurer Markenschokolade "ausraeumen" durften.
Nach einem kleinen Rundgang und einer letzten "Pinkel-Pause" an einer Tankstelle mussten wir leider "adios, Mendoza" sagen und durften unsere 16-Stunden-Rueckreise antreten.
12.11.06 20:42


Lange nicht gemeldet

Hallo ihr Lieben!
Da unter der Woche nicht viel passiert, weil ich generell fast den ganzen Tag in der Schule bin ( bis 17 Uhr... ), schildere ich besser mal die letzten zwei Wochenenden:
AAalso, das vorletzte Wochenende musste ich bei einer Freundin (Anyelen, aber der Name sagt euch wahrscheinlich sowieso nichts... :-) ) uebernachten. Ohjeh, ich glaube, ich habe allein bei ihr zuhause ein Kilo zugenommen... ihre Mutter wollte auf gar keinen Fall, dass mein Gastvater denkt, dass ich hungern muss... Torte zum Fruehstuek, Mittagessen: Drei-Gaenge-Menu, nochmal Kuchen und abends nochmal drei Gaenge... Obwohl wir zwischen Fruehstueck und Mittagessen nochmal draussen waren um Volleyball zu spielen bzw. um es zu versuchen, aber als ich bei dem Versuch beinahe den Sonnenschirm kaputt gemacht habe, haben wirs dann gelassen... Hat dann auch ein breites Publikum erzeugt, da die Mutter von Anye das ganze gefilmt hat...! Wurde nachmittags erst einmal dem ganzen Freundeskreis gezeigt, haha! Waren nachts dann noch mit ein paar Freunden einen Horrorfilm gucken, so bis drei Uhr... echt witzig!
Das Wochenende darauf war ich auf Rusas Geburtstag, nochmal Kuchen essen und abends auf einem 15. Geburtstag.
Das mit den 15. Geburtstagen (bei den Maedchen, bei den Jungs ist es der 18. ) ist hier so ne Sache:
Weil das Maedchen ab dem 15. Lebensjahr angeblich zur Frau wird, wird eine grosse Party gefeiert, auf die alle, auch die, die man kaum kennt, eingeladen werden, so an die 100 bis 150 Leute, alle am tanzen und permanent am Essen, bis 6 Uhr morgens... war richtig klasse!
In der Schule hatten wir am Montag in der prallen Sonne Cooper-Test (12 Minuten laufen). War bestimmt so an die 30 Grad... Gestern hatts dann erstmal wie wild geschuettet, heute wars bewoelkt... nennt sich argentinisches Aprilwetter, nur halt im Oktober statt im April!
Und naechste Woche bin ich weg, in Mendoza an die ANDEN!
Freue mich riesig, auch wenn das Programm vorraussichtlich sehr strikt sein wird und sehr sportlich.... Rafting, Climbing, wandern... und nachtsueber auf hartem Boden schlafen, gehen naemlich zelten! Dank Sardinien bin ich ja auf saemtliche Camp-Verhaeltnisse (besonders was unsaubere Toiletten angeht) vorbereitet, nicht wahr, Christin? :D
Die Disko in Mendoza wird natuerlich auch ausprobiert, soweit ich weiss... Ausflug ohne Diskogang gibt es hier aeusserst selten...
Ich schreibe dann auch, wies war, keine Sorge!
Alle lieben Gruesse, Marleen
26.10.06 02:14


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