"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."

Seneca

 



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Coronel Pringles





Fiesta de la Primavera (22.-24. September)

Das gaaaanze Wochenende wurde diesmal gefeiert.


Am Freitag ging es schon mit Disco los.... naja, besser gesagt, am Samstag um 2 Uhr morgens und dann bis 7 Uhr... um 12 Uhr kamen die Verwanden ins Ferienhaus.


Jaa, Ferienhaus :D Meine ganze Verwandschaft, oder besser gesagt ein Teil davon (was nicht heisst, dass es ein kleiner Teil ist...) hat seit 25 Jahren ein Ferienhaus in "Monte Hermoso", einem kleinen Ort am Meer mit Sandstrand, sozusagen Feriendomizil dieser Region.


Die "Fiesta de la Primavera" (Fruehlingsfest) hier ist das beruehmteste der ganzen Region, dementsprechend viele Leute waren da und dementsprechend genial fiel das ganze auch aus.


Ich war , wie gesagt, mit meiner Familie und einem Freund von Baltasar, meinem Gastbruder, dort. In der Disse war ich mit Victoriana und ihren Freundinnen (meine waren zwar auch da, aber fuer die war die Disko zu teuer... kostete schliesslich, aufgrund des Massenandrangs 10 statt, wie normalerweise, 3 Pesos). Am Samstag(Sonntag gaaanz frueh) war es noch schlimmer: 15 bis 20 Pesos... da hatte selbst ich kein Geld mehr! :D Also setzt man sich einfach mal von 3 bis 6 Uhr morgens ins Cafe.... Warum auch nicht? Und am naechsten Tag um 12 kam wieder die Verwandschaft und einige Klassenkameraden von Victoriana... diesmal zum Asado essen.


Das ganze endete dann um 2 Uhr nachts zurueck in Pringles.... Jaja, son Argentinier braucht nicht viel Schlaf...

Alles in allem wars aber super, auch wenn ich mir gewuenscht haette, dass meine Freunde (nicht nur die von Victoriana) auch da gewesen waeren... Sind doch ne Nummer lustiger :D


Ihr seid klasse, bitte vergesst mich nicht und schreibt mal wieder ein paar Kommentare, ich lese jeden und freue mich riesieg, egal, wieviel und was ihr schreibt!


Muuuchas Gracias (Hab euch auch nicht vergessen),


eure Marleen
27.9.06 00:31


Trip nach Buenos Aires (08.09.)

Es ging eigentlich schon am Donnerstag los, als wir nachts um halb 12 zum Bus gebracht wurden. Kuesschen hier, Kuesschen da, Verabschiedung, Begruessung und dann gings los. Auf der Fahrt sass ich ganz hinten mit Antonella, Victoriana, Paula und Gaston, der mich die ganze Zeit ueber geaergert hat.

Man vertrieb sich die Zeit mit Schwatzen, Musik hoeren, Essen, Gitarre spielen und dazu singen oder schlichtweg pennen. Nochwas zum Gitarrengesang in den vorderen Reihen:
Das als Gesang zu bezeichnen, was da vorne in grobem Gegroehle vernehmbar war, ist eigentlich ein bisschen zuviel schoengeredet.

In Buenos Aires angekommen ging es mit einem Rundgang am Kongress vorbei los. Da es frueh am Morgen war, hat man durch die Fenster der kleinen Cafes am Strassenrand die Leute Kaffee trinken sehen. Ich habe mir, ehrlich gesagt, in dem Augenblick auch ein bisschen Kaffee gewuenscht.
Bei dem Kongressgebaeude (Parlament) handelt es sich um ein grosses, graues Gebaeude mit argentinischer Flagge auf dem Dach. Weiter gings vorbei an Haeusern, die zwar, fuer die heutigen Verhaeltnisse nicht besonders hoch waren, dafuer aber so eng beieinander standen, dass man in dem kleinen Zwiespalt von Strasse kaum den Himmel sehen konnte.Ich habe mich aber eher auf meine Gespraeche mit einigen Leuten aus der Gruppe konzentriert und Fotos geschossen. Auf die Frage "Gefaellt dir Buenos Aires?" wurde immer brav mit "Ja, aber ich mag Pringles noch mehr!" geantwortet.... Die haben sich darueber sehr gefreut :D

Wieder in den Bus eingestiegen, gings weiter zum "Casa Rosada" - das Haus, in dem der Praesident wohnt. Der Platz davor wurde von kleinen Blumenwiesen, Baemen, zwei grossen, weissen Statuen und "wandelnden Souvenirlaeden" geziert. An einer der Satue hielten wir mit unserem Reisefuehrer, hoerten uns die Geschichte dazu an und schossen ein Gruppenfoto. Ausserdem hielten wir noch auf der anderen Seite des Platzes, von dem aus man, wenn man die Strassen entlangsah, prima den grossen Obelisken sehen konnte. Direkt an dieser Kreuzung steht auch die San Martins Kirche, die wir dann auch von innen bewundern durften. Wie der Name schon sagt, beherbergt sie die Ueberreste des argentinischen Freiheitskaempfers San Martin. Der Altar innen ist riesig, aber noch mehr beeindruckt hat mich das Mosaikmuster auf dem Boden; jeder Stein handgelegt!

Mit dem Bud vorbei an dem fuer die Argentinier (besonders Buenos Aires und Umgebung) ach so wichtigen BOCA (Fussballmanschaft aus Buenos Aires)-Stadion, hielten wir dann am Hafen, von dem aus wir zu den Touristenueberfuellten bunten Haeusern gingen. Dank der Touris konnte man sich zahlreiche Staende mit Bildern von Tangotaenzern, den bunten Haeusern oder allgemein Buenos Aires ansehen. Es gab auch diese Fotoplatformen, wo man den Kopf durch das Loch eines bemalten Brettes steckt, um sich als Tangotaenzer (oder so) fotografieren zu lassen (Hatten die Dinger nicht auch einen Namen?). Natuerlich durften auch die Tangotaenzer selbst nicht fehlen. Dank dem wunderschoenen Ambiente waren die Preise im Souvenirshop Wucher, die Auswahl (besonders an Leberprodukten) aber umso groesser. Das einzige, was fehlte waren Anstecker mit der Deutschland- und Argentinienflagge, die wohl nach der WM aussortiert wurden :D

Danach fuhren wir in ein Sciense Museum, was mich, nach dem Universum in Bremen und zahlreichen Hermannschen Physikstunden reichlich wenig beeindruckt hat. Fuer die anderen Jugendlichen schien das ganze aber sehr interessant; Ich glaube, mit solcher Begeisterung haetten die Schueler aus unserer Schule wohl kaum bei den Experimenten mitgemacht. Auch hier gab es eine Fuehrung und hinterher eine Vorfuehrung mit einer Reihe von Chemie- und Physikversuchen. Besonders die maennlichen Vertreter haben sich sehr ueber das Puff, Peng, Krack gefreut - spaeter auch darueber, als der kleinen Austauschschuelerin aus Deutschland nach einem Elektrizitaetsversuch die Haare zu Berge standen

Dann gings weiter zum Kunstmuseum "Malba" - ein recht modernen Museum mit groesstenteils dadaistischen, suedamerikanischen Werken, die den europaeischen ueberhaupt nicht nachstanden. Auch dabei: Eine beeindruckende Fotoreihe von Schwarzweissfotos von Buenos Aires vor 70 Jahren, eindrucksvoll fotografiert und sehr interessant.

Nachdem die letzten Bilderbewunderer eingesammelt waren, kam es fuer viele zum Hoehepunkt des Tages; dem Shoppingcenter. Der Weg fuehrte aber, statt zu den Klamottenlaeden am Rande unseres Weges, schnurstracks zu McDonalds, wo die meisten von uns fast ihre ganze Freizeit vertroedelten. Mit Voctoriana, Antonella und Paula habe ich zum Spass noch ein paar Werbefotos geschossen (Pommes im Mund, Cola haltend, etc. ). Wir haben uns noch das Spieleparadies, das aus oekonomischen Gruenden neben dem McDonalds plaziert wurde :D , und ein Buecherladen angesehen, bevor wir uns zum letzten Mal draussen sammelten.

Es ging ziemlich schnell wieder in dem Bus, auf dessen Fahrt man auf der rechten Seite wunderbar den Rio de la Plata in der Dunkelheit sehen konnte mit dem sich darin spiegelnden Laternenlicht. Da meine Batterien wegen dem staendigen Fotoansehen meiner Mitreisenden schon reichlich schwach waren konnte ich davon leider kein Foto schiessen. Auf der Rueckreise schlief ich aber auch reichlich schnell und vor mich hinfroestelnd (Die Temperaturschwankungen auf der ganzen Reise reichen von T-Shirt bis Winterjacke) ein. Um drei Uhr nachts zuhause angekommen, bin in nach einer Tasse Tee und einem laaaangen Tagebucheintrag erschoepft ins Bett gefallen.
10.9.06 21:07


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